Sportplatzanlage "Am Nordpark"

Auf der Sportplatzanlage "Am Nordpark" stehen 1 Großspiel- und 1 Kleinspielfeld für Fußball sowie ein Volleyball- und ein Rollhockeyspielfeld zur Verfügung.

Die Fußballspielfelder haben folgende Größe:
Großfeld: 94,0 m x 64,0 m, Oberfläche Kunstrasen, mit Beleuchtungsanlage
Kleinfeld: 60,0 m x 54,0 m, Oberfläche Tenne

Diese Sportanlage ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie innerstädtische industrielle Brachflächen einer sinnvollen Wiederverwertung zugeführt werden können. Grundlage für die Errichtung dieser Sportanlage auf der Fläche der alten genutzten Erfurter Kläranlage war ein Beschluss des Stadtrates im Jahre 1993, in dem für den Neubau des Bundesarbeitsgerichtes in Erfurt die Sportanlage am Petersberg festlegt wurde.

Als Ersatzstandort für die wegfallenden Sportanlagen wurde die Industriebrache der alten Kläranlage gewählt. Diese Fläche, die seit mehreren Jahren nicht mehr genutzt wurde, sollte in diesem Zusammenhang saniert und rückgebaut werden, um die neuen Sportplätze errichten zu können. Das alte Pumpenhaus der Kläranlage sollte zum Sportplatzgebäude mit Kegelbahn und Gaststätte umgebaut werden.

Durch dieses beispielhafte Konzept wurden erhebliche Sanierungs-, Bau- und Deponiekosten eingespart.

Quelle: Erfurter Sportbetriebe

Sportplatzanlage - Allgemein

Die Sportanlagen werden von verschiedenen Sportvereinen genutzt. Diese sind einerseits eingetragene Vereine als auch anderer Seitz Hobby und Freizeitmannschaften.

Auf dem Gelände befindet sich 1 Großspiel- und 1 Kleinspielfeld für Fußball (Kunstrasen und Flutlichtanlage) sowie ein Hartplatz. Somit ist ein kontinuierlicher Spielbetrieb zu jeder Tages-, und Jahreszeit abgesichert. Desweiteren steht ein Volleyballplatz zur Verfügung.

Die Sportanlagen können von Vereinen, Hobby-, und Freizeitmannschaften als auch von Firmen zu Betriebssportfesten, sowie zu Innerbetrieblichen Fußballturnieren angemietet werden.

Einige Firmen nutzen bereits seit mehreren Jahren dieses Angebot, wie z.B. Siemens, HTI (Handel für Tiefbau und Industrietechnik) und Polizei.

Auf dem Gelände sind ausreichend eigene Parkplätze vorhanden.

Nähere Auskünfte, Terminabsprachen und Nutzungskosten erhalten Sie über Erfurter-Sportbetrieb, Friedrich-Ebert-Straße 60, 99096 Erfurt

Tel.: 0361/ 655-3001 (Sekretariat)
Fax: 0361/ 655-3009

Öffnungszeiten des Bürgerservices

Montag

9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 17.00 Uhr

Dienstag

9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr

Mittwoch

9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag

9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 17.00 Uhr

Freitag

9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 14.00 Uhr

 

Die einzige, offizielle Hockeybahn befindet sich auch auf dem Gelände. Sie wird saisonal (April - September) von verschiedenen Eishockeyvereinen  - im Inlinehockey - zum Training genutzt. In diesem Zusammenhang, finden von Juni bis August immer sonntags Inlinehockeyturniere statt (siehe Veranstaltungskalender). Unsere Heimclubmannschaft sind die "Kojoten Erfurt". Als Alternative zum Inlinehockey, unser "Sport Club Medizin Erfurt" Rollhockey.

Klärrwerk Riethstrasse

1909
beginnt im Norden der Stadt - im Erfurter Rieth - der Bau einer Kläranlage

1911
Inbetriebsetzung als mechanische Anlage für 120.000 Einwohner
Anlagenteile:

  • Rechen für manuelle Räumung, 3 m breit, 50 mm Stabweite
  • 2 Sandfangkammern, je 3 m breit und 10 m lang
  • 18 Emscherbrunnen, je 9 m tief, 8m Durchmesser
  • 14 drainierte Schlammtrockenfelder, insgesamt 4.000 m³

1921-1930
entsteht ein Regenwasserrückhaltebecken, das 1930 ein Fassungsvermögen von 23.500 m³ erreicht.

1927
Der Bau einer Faulanlage wird durch Üerlastung der Emscherbrunnen erforderlich. Der getrennte geschlossene Faulraum ist 12 m tief, misst 20 m im Durchmesser und hat einen Nutzraum von 2.700 m³.

1929-1931
entsteht die biologische Reinigungsstufe als Belebtschlammanlage mit den Teilen:

  • Belüftungsanlage mit Paddelrädern
  • 6 ausgerundete Doppelrinnen von 18 m Länge, 5 m Breite und 2,5 m Wassertiefe
  • 4 Nachklärbecken mit 12 m Tiefe und 5.000 m³ Inhalt
  • Kapazität der biologischen Reinigungsstufe: 150 l/s Abwasser


das Maschinenhaus mit:

  • Abwasserpumpwerk für den Stadtteil Ilversgehoven
  • Gaskraftanlage zur Gasverstromung mit Abwärmeverwertungs- und Heizungsverteilungsanlage
  • Frisch- und Belebtschlammpumpen
  • Druckluftgebläse
  • Hochspannungsraum
  • Niederspannungsschaltanlage
  • Labor
  • Bäro- und Sanitärräume

1930
Errichtung eines Gasbehälters mit einem Speichervolumen von 1.200 m³

1931
Gaskraftmaschine mit 160 PS Leistung nimmt den Betrieb auf. Der Eigenbedarf an Elektroenergie wird weitgehend gedeckt.

1933-1934
Die Gärberlastung des Faulraumes nach Inbetriebnahme der biologischen Reinigung erfordert den Bau eines neuen beheizten Faulraumes.
Inhalt:

  • 4.500 m³
  • 6 Zellen mit einer Grundfläche von 10 x 10 m und 900 m³ Inhalt

Der alte Faulraum wird zur Nachfaulung genutzt. Erweiterung der Trockenbeetfläche auf 7.100 m². Montage einer zweiten Gaskraftmaschine mit 240 PS. Jährlich werden 1,2 Millionen kWh erzeugt.

1937
Inbetriebsetzung einer Faulgasverdichteranlage zur Herstellung von Treibgas. Bis zu 2.000 m³ Treibgas werden an den städtischen Nahverkehr abgegeben.
Durch Bereitstellung von Flüssigtreibstoffen verliert die Treibgastankstelle an Bedeutung und geht 1963 ausser Betrieb.

1939
Bei einem Abwasseranfall von 29.000 m³/d ist die Leistungsgrenze der Kläranlage erreicht.

1939-1945
Personal- und Materialmangel führen zu erheblichen Schäden an der gesamten maschinellen Einrichtung.

1985
Die Kläranlage Riethstraße wird bis auf das Abwasserpumpwerk und dem Greiferrechen aus dem Jahre 1939 stillgelegt.
Mit Beginn der 70er Jahre befindet sich die Kläranlage Riethstraße bereits im bebauten Stadtgebiet. Hieraus resultierende Umweltbelästigungen sind nicht mehr vertretbar.
Die Belastung der mechanischen Reinigungsstufe beträgt bereits 200 % der projektierten Größe.
Nur 20 % des gesamten Abwasseranfalls können ganzjährig biologisch gereinigt werden.
Am Standort Riethstraße existieren keine Erweiterungsmöglichkeiten.
Die nördliche Ausdehnung der Stadt verhindert auf Grund der Topographie einen Freigefälleanschluss der Wohngebiete an die vorhandene Kläranlage.

Quelle: Entwässerungsbetrieb Erfurt